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Vogelmord in Europa und Nordafrika

Auf vielen Märkten im Mittelmeerraum werden Zugvögel für ein paar Euro als Delikatesse angeboten. Sie kommen auf den Grill und werden an Einheimische und Touristen verkauft. Von der massenhaften Tötung sind auch seltene Arten wie Wachtelkönig, Wiedehopf und Pirol betroffen. In Ägypten scheren sich die Wilderer ebenso wenig um die Gesetze wie die Händler oder die Restaurantbesitzer. Dort werden die Zugvögel ganz offen verkauft. Aber auch in Frankreich, Italien, auf Malta und auf Zypern werden Zugvögel gefangen und gegessen. 

 

In Ägypten hat der Vogelmord jedoch derartige Dimensionen erreicht, dass die Bestände vieler Arten bedroht sind.

Das Land am Nil ist Durchzugsgebiet für viele Zugvögel in das südliche Afrika. An der Küste des Ägyptischen Mittelmeeres wurde die größte Vogelfanganlage der Welt errichtet. Sie erstreckt sich über 700 Kilometer von der Libyschen Grenze im Westen bis zum Gaza-Streifen im Osten. Jeder Strauch, jeder Baum wurde in der Nähe des Ufers mit Netzen abgedeckt. Weil es an der Küste jedoch nicht genügend Vegetation gibt, hat man Unmengen zusätzliche Stangen in die Erde gesteckt und Netze zwischen ihnen gespannt. Wenn die Vögel aus dem Norden kommend, das Mittelmeer überquert haben, sind sie vollkommen erschöpft. Sie sehnen sich nach einem Landeplatz und schaffen es häufig nur noch mit letzter Kraft an das Ufer Ägyptens. So bald sie den Strand erreicht haben, suchen sie sofort nach einem Landeplatz. Allerdings gibt es an dieser Küste keinen einzigen Baum oder Strauch, der nicht mit einem Netzt für den Fang der Vögel präpariert wurde. So verfangen sich in jeder Saison Millionen Vögel in den Netzen. Sie werden auf den Märkten des Landes verkauft und in den Restaurants als Delikatessen serviert.

 

Ein Beispiel ist der Wachtelkönig. Er brütet in den Feuchtwiesen des Odertals in Brandenburg. In den vergangenen Jahren wurde viel deutsches Steuergeld ausgegeben, um die Feuchtwiesen und damit die schrumpfende Population des Wachtelkönigs zu stabilisieren. Im Herbst fliegen die Vögel nach Afrika in ihr Winterquartier südlich der Sahara. Aber statt im sicheren Winterquartier landeten viele auf dem Grillteller in Ägypten. Ebenso ergeht es Nachtigallen, Drosseln, Finken, Baumpieper, Neuntöter oder Grasmücken. Jeder 17. europäische Zugvogel landet in ägyptischen Fangnetzen und wird von Menschen gegessen. Von allen in Deutschland brütende Vogelarten sind 85 Arten von diesem Vogelmord betroffen.

 

Egal wo auf der Welt, wenn sie im Urlaub auf Märkten sehen, wie die toten Zugvögel oder andere geschützte Tiere angeboten werden, dann machen sie Fotos und lassen sie ihre Videokamera surren! Scheren sie sich dabei nicht um das Missfallen der Einheimischen! Stellen sie diese Vogelmörder an den Pranger im Internet. Schreiben sie in Bewertungsportalen gepfefferte Kommentare für die Restaurants, in denen Singvögel angeboten werden. Versalzen sie ihnen das Geschäft und zeigen sie ihnen die Macht des Kunden! Verhindern sie so, dass andere Leute in diese Länder fahren und dort Geld ausgeben. So treffen sie die Vogelmörder an der Stelle an der es ihnen weh tut.

 

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