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Pflanzliche Ernährung schont Tiere, Umwelt und Gesundheit

Das Fleisch aus unserem Supermarkt oder vom Metzger um die Ecke stammt schon lange nicht mehr von glücklichen Tieren. Es stammt zum größten Teil aus industriell betriebenen Mastbetrieben, in denen die Tiere ihr ganzes Leben auf engstem Raum verbringen.

 

Stellen Sie sich einmal vor, Sie müssten Ihre gesamte Kindheit auf zwei Quadratmeter verbringen. Sie dürften niemals hinaus an die frische Luft. Ihre Notdurft müssen Sie in Ihrer Box verrichten und fortan mit dem Mist unter Ihren Füßen leben. Sie dürfen niemals Dinge tun, die Ihnen Freude bereiten und es gibt keine Anregung für Ihr Gehirn. Ihre Nahrung ist ohne jede Abwechslung und alle paar Tage kommt jemand, der sie mit Medikamenten vollpumpt. Sie sind zusammengesperrt mit hunderten Leidensgenossen und haben nie auch nur einen Moment Privatsphäre. Weil Sie und die anderen nicht ein noch aus wissen, fangen Sie an, sich gegenseitig bis aufs Blut zu beißen und zu kratzen.

Müssten Sie so ihre Kindheit verbringen, hätten Sie wunde Stellen am Körper und Ihre Seele wäre verkrüppelt. Im jungen Erwachsenenalter holt Sie dann jemand ab und bringt Sie auf grausamste Weise um. Genau so ergeht es den Tieren in diesen Ställen.

 

Nach der Schlachtung kommt das Fleisch sauber verpackt in unsere Läden und niemand sieht ihm noch an, was den Schweinen, Rindern, Hühnern oder Puten, angetan wurde. Wenn Sie jetzt glauben, dass man das Fleisch nicht verschwenden sollte und dass Sie ja nicht am Tod des Tieres schuld sind, weil es ja bereits geschlachtet und verarbeitet ist, sind Sie auf dem falschen Dampfer. Mit dem Kauf des Fleisches sorgen Sie dafür, dass ein neues Tier in den leeren Stall gesteckt wird und dass ihm genau das Gleiche angetan wird.

 

Doch selbst wenn Ihnen das Leid der Tiere gleichgültig ist, - auch unsere Natur, Ihr eigenes Leben das Leben Ihrer Kinder ist durch unseren Fleischkonsum bedroht.

 

Fleisch bedeutet einen ungeheuren Ressourcen- und Flächenverbrauch. In Deutschland ist die "Vermaisung" unsere Landschaft mit daran Schuld, dass viele Niederwildarten nicht mehr genug Nahrung finden. Ihr Lebensraum verschwindet unter den endlosen Maisfeldern und der Artenschwund schreitet immer weiter voran. Um nur ein Kilo Rindfleisch zu erzeugen, muss das Rind 10 Kilo Getreide fressen. Einige unserer hoch gezüchteten Rinder würden verhungern, wenn sie nur Gras zu fressen bekämen. Sie können gar nicht mehr ohne Kraftfutter auskommen. Deshalb bekommen sie Mais oder Soja statt Gras. Diese Monokulturen sind häufig genmanipuliert.

Was bedeutet das eigentlich?

Diese Pflanzen wurden genetisch so verändert, dass sie selbst Insektizide produzierten. Weil sich die Insekten jedoch sehr schnell darauf eingestellt haben und sich die Pflanzen nach einer Weile, trotz der Insektizide schmecken ließen, wurden sie immer weiter verändert. Heutige genetisch veränderte Pflanzen produzieren nicht nur ihr eigenes Gift, sie sind auch unempfindlich gegen zusätzlich gesprühte Insektizide und Pestizide. Sie haben sich regelrecht “vollgesogen“ mit den Giften. Diese Pflanzen werden an unsere Tiere verfüttert und die Schweinezüchter bekommen das Ergebnis bereits zu spüren. Sie stellen immer häufiger Missbildungen an ihren Ferkeln fest. Seit 1996 hat der Einsatz von Agrarchemikalien um mehr als 800 % zugenommen und die Spirale dreht sich immer weiter.

 

Denken Sie für einen Augenblick an den Tierreichtum in der Serengeti. Haben Sie das Bild vor Augen? Dort lebt der größte Bestand an wilden Tieren in der Welt. In Deutschland leben pro Quadratkilometer jedoch 4 Mal mehr Tiere als in der Serengeti! – Allerdings leben diese Tiere nicht in Freiheit, sondern in den Ställen der industriellen Landwirtschaft. Diese Massentierhaltung führt dazu, dass wir riesige Mengen an Futtermitteln importieren müssen, denn der Mais von unseren Feldern reicht schon lange nicht mehr aus. Nach dem das Futter verdaut wurde, muss es als Gülle "entsorgt" werden.

 

Entsorgt! – Das ist so ein schönes sauberes Wort, doch es bedeutet nichts anderes, als dass die Gülle auf unsere Felder verteilt wird. So viele Nährstoffe können die Pflanzen unmöglich aufnehmen und so landet der Überschuss in unseren Flüssen und im Grundwasser.

 

Die Verfütterung von Getreide und Soja nimmt gigantische Flächen in Anspruch. Für immer neue Flächen wird in den Tropen der Regenwald gerodet. Ist der Regenwald erst einmal gefällt, verbrannt und der Boden in Ackerland umgewandelt, dann ist es fast unmöglich dort wieder einen neuen, naturnahen Regenwald anzupflanzen. Bereits nach wenigen Jahren ist der Boden ausgelaugt und es wächst dort nichts mehr. Dann zieht die Karawane weiter und fällt neue Bäume im restlichen Regenwald. Kurz gefasst könnte man sagen: "Wenn wir Fleisch essen, essen wir den Regenwald."

 

Als wäre das nicht genug, erzeugen die Nutztiere klimaschädliche Gase. Viele Menschen können sich gar nicht vorstellen wie schädlich die Rinderzucht für unsere Atmosphäre ist. Sie wissen, dass die Tiere Methan bei ihrer Verdauung produzieren, glauben aber dass dieses Gas ein vollkommen natürliches Produkt ist und dass es vom natürlichen Kreislauf wieder verarbeitet wird. Aber das ist falsch! Rinder fressen Pflanzen, aber Pflanzen brauchen kein Methan um zu wachsen, sondern CO2. Methan wird nicht wieder von den Pflanzen aufgenommen, es bleibt als Klimakiller in der Atmosphäre. Rechnet man das auf den gesamten Rinderbestand hoch, erzeugt die Massentierhaltung mehr klimaschädliche Gase als alle Autos, Motorräder und Flugzeuge zusammen.

 

Wenn Sie sich an diesem Wahnsinn nicht länger beteiligen wollen, dann steigen Sie um! Ernähren Sie sich so pflanzlich wie möglich und ersparen Sie den Tieren und den indigenen Völkern im Regenwald unsägliches Leid. Je pflanzlicher sie sich ernähren, desto klimafreundlicher und umweltschonender ist Ihr ökologischer Fußabdruck auf unserem Planeten. Versuchen Sie es mit einer vegetarischen oder vielleicht sogar veganen Ernährung. Wenn Sie auf abwechslungsreiche, vollwertige Kost achten, brauchen Sie auch keine Mangelerscheinungen fürchten. So enthalten zum Beispiel Champignons, Avocados, Pilze, Sonnenblumenkerne, Süßkartoffeln und Datteln genügend Vitamin D. Grüne Gemüsesorten wie Brokkoli und Rosenkohl enthalten hohe Mengen Calcium und Eisen. Gut kombiniert liefern z.B. Hülsenfrüchte, Getreide und Nüsse hochwertigeres Eiweiß als Fleisch. Die zahlreichen gesundheitlichen Vorteile einer pflanzlichen Kost, z.B. bei Herz-Kreislaufproblemen oder rheumatischen Leiden, sind inzwischen wissenschaftlich belegt. Also wagen Sie den Schritt! Für die Tiere, für unseren Planeten, für sich selbst und für Ihre Kinder! Verzichten Sie auf Fleisch und ernähren Sie sich rein pflanzlich!

 

Verschwendung von Lebensmitteln

Wer vor dem Einkauf seine Vorräte durch schaut und sich auf einem Einkaufszettel notiert was er wirklich braucht, der kauft bewusster und weniger ein. Besonders Spontankäufe und Sonderangebote landen schnell wieder im Müll, weil man zu viel gekauft hat und gar nicht alles verbrauchen kann.

Die Verwendung von Resten spart hingegen viel Geld und Zeit beim Einkaufen und Kochen. Es sorgt für Kreativität und für neue Gerichte auf dem Tisch. Wenn doch einmal ein Lebensmittel nicht mehr einwandfrei sein sollte, hilft ein sorgfältiges Prüfen der Frische mit den eigenen Augen oder der eigenen Nase. So können sie sicher feststellen ob es noch genießbar ist. Schauen sie nicht immer nur auf das Mindesthaltbarkeitsdatum! Wie der Name schon sagt, ist das Produkt mindestens bis zu diesem Datum haltbar. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie es unbedingt weg werfen sollen, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist. Oft muss man auch nicht gleich das ganze Produkt weg werfen, manchmal kann man einen Teil der Lebensmittel noch verwenden ohne ein gesundheitliches Risiko einzugehen, wie etwa bei einem Apfel, welcher nur eine kleine braune Stelle hat. Um eine lange Frische der Lebensmittel zu garantieren sollte sie auf angemessene Lagerbedingungen achten. Lassen sie ihre Butter und ihren in Scheiben geschnittenen Käse nach dem Frühstück nicht stundenlang offen auf dem Tisch stehen. Stellen sie ihre Lebensmittel schnell wieder in den Kühlschrank, so müssen sie weniger weg werfen.

Wenn sie länger haltbare Lebensmittel im hinteren Teil des Kühlschrankes lagern, bekommen sie einen besseren Überblick und wissen genau, was als nächstes gegessen werden muss.

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