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Mikroplastik aus Kosmetika, Hygieneprodukten und Kleidung

Plastik ist zu einem der gefährlichsten Stoffe auf unserem Planeten geworden. Es umgibt uns überall, egal wo wir uns befinden. Wir tragen unsere Einkäufe in Plastikverpackungen und Plastiktaschen nach hause. Dort werfen wir den wertvollen Rohstoff in den Müll. Aber Plastik umhüllt nicht nur unsere Lebensmittel. Es ist auch in unseren Textilien und in den Inhaltsstoffen von Kosmetika zu finden. Dieses Mikroplastik ist so klein, dass keine Kläranlage es heraus filtern kann. Es gelangt über die Kanalisation in die Flüsse ins Meer. Die Oberfläche dieser Kügelchen wirkt auf Giftstoffe wie ein Magnet. Insektizide wie Lindan oder DDT wurden vor vielen Jahren in Deutschland verboten. Sie befinden sich aber immer noch in unserer Umwelt und lagern sich an der Oberfläche der Plastikkügelchen an. Viele Kügelchen sind so klein, dass sie vom Plankton für Nahrung gehalten und gefressen werden. Fische fressen das Plankton und jetzt gibt das Plastik seine geballte Giftladung wieder ab. Der Fisch wird langsam aber sicher vergiftet, selbst dann wenn er einen großen Teil der Plastikkügelchen wieder ausscheidet. Nach dem das Plastik den Fisch durchlaufen hat sammelt es erneut Giftstoffe aus dem Meer und wird wiederum vom Plankton gefressen. Der Kreislauf beginnt erneut. Jetzt werden sie sich fragen, wie lange dieses Plastik in unserer Umwelt bleibt. Wahrscheinlich für immer! Es gibt bis heute keinen einzigen biologischen Organismus der in der Lage ist, dieses Plastik zu verwerten. Es ist so klein, dass es von den Elementen nicht weiter zerkleinert wird und es ist so leicht, dass es nicht auf den Grund des Meeres sinkt. Es wird also nicht von den Sedimenten bedeckt. Jedes winzige Kügelchen, das bisher hergestellt wurde und ins Meer gelangte, schwimmt noch heute dort und es wird auch noch in 400 Jahren dort schwimmen. Jetzt wurde Mikroplastik in unserem Trinkwasser, in unserer Nahrung und sogar im Regenwasser nachgewiesen. Dieses Plastik wird nicht weniger, sondern immer mehr. Es wird Zeit für ein Verbot dieser bisher immer noch legalen Produkte! 

 

Hier können sie auf einer Liste des BUND nachlesen welche Produkte Mikroplastik enthalten. Diese Liste ist so groß, dass es wahrscheinlich einfacher wäre, alle von Plastik freien Produkte aufzuführen. Wenn sie sich bei ihrem Pflegeprodukt nicht sicher sind, weil sie es nicht auf der Liste des BUND finden, dann geben sie die auf der Verpackung aufgeführten Inhaltsstoffe in die Suchfunktion von Wikipedia ein. Die allermeisten chemische Verbindungen werden dort auch für Laien sehr gut beschrieben.

 

Kaufen sie keine Kleidung aus Fleece, aus Velourstoff, aus Polyester oder Polyacryl. Sie werden aus einem Plastikgranulat hergestellt. Bei der Produktion in Asien gehen oft viele Tonnen dieses Granulats verloren. Es gelangt über die Kanalisation ins Meer und ist an den Stränden von Hong Kong bis Rostock zu finden. Von normalen Sandkörnern ist dieses Granulat kaum zu unterscheiden. Noch gefährlicher ist jedoch das Mikroplastik aus diesen Textilien. Bei jedem Waschgang lösen sich etwa 2000 winzige Kunstfasen aus ihrer Wäsche. Genau wie die Kügelchen aus den Pflegeprodukten gelangen die Fasern über die Kanalisation in unsere Flüsse und von dort ins Meer. Dort verbleiben sie länger als wir uns vorstellen können und vergiften die Fische. 

 

Jetzt werden sie sich fragen, was man als einzelne Person gegen Mikroplastik tun kann, außer die Produkte zu meiden welche dieses Zeug enthalten. - Schreiben sie ihrem Abgeordneten in ihrem Wahlkreis per Mail oder Brief. Machen sie ihrem Ärger Luft und sagen sie ihm was sie von dem Mikroplastik halten. Wenden sie sich zusätzlich an die Bundesregierung in Berlin und an die EU in Brüssel. Machen sie Druck und hören sie nicht auf, bis Mikroplastik endgültig verboten ist. Lassen sie auch die Hersteller dieses Mikromülls nicht ungeschoren. Schreiben sie diesen Firmen und tun sie ihr Missfallen kund. Rufen sie auf den kostenlosen Hotlines an, bis diese glühen und schreien sie heraus, dass dieser Mikroplastik-Wahnsinn aufhören muss. Wussten sie, dass es Mikroplastik auch in Zahnpasta gab? Es sollte die Putzwirkung verstärken. Weil aber zu viel von diesem Mikroplastik nach dem Ausspülen im Mund verblieb, hat die Industrie das Mikroplastik klammheimlich wieder aus der Zahnpasta entfernt. Es ist also durchaus möglich Produkte ohne Mikroplastik herzustellen. 

Weichmacher in PVC

PVC ist ein harter Kunststoff. Durch Zugabe von giftigen Weichmachern wird er zu einem formbaren Material. Aus weichem PVC werden Vliestapeten, Bodenbeläge, Duschvorhänge oder Tischdecken hergestellt, aber auch Regenjacken oder Spielzeug wie Puppen können aus PVC und seinen Weichmachern bestehen. Giftiges, weiches PVC ist für die Umwelt und die Gesundheit höchst problematisch. Gegenstände aus weichem PVC dünsten permanent aus und häufig können sie die Schadstoffe sogar riechen! Es stinkt extrem nach Chemie!

Diese Gifte der Weichmacher werden andauernd an die Umgebung abgegeben! Wir nehmen sie über die Luft, die Haut oder den Speichel auf, schädigen unsere Nieren und die Leber. Sie sind krebserregend und verändern das Erbgut. Für den Einsatz in Kinderspielzeug gibt es bisher nur wenige Regeln und Grenzwerte. Sehr kleine Kinder nehmen alles in den Mund. Sie erkunden so ihre Umwelt. Achten sie darauf wenn sie ihrem Kind seinen ersten Beißring kaufen, dass dieser nicht aus Plastik ist. Unsere Nase ist eine wertvolle Hilfe beim Einkauf. Riechen sie bereits im Laden an den Gegenständen und holen sie sich keine Giftbomben ins Haus.

 

Plastikmüll im Haushalt vermeiden

Ganz ohne Plastik geht es heute nicht mehr. Es ist einfach überall! Zum Beispiel in Computern, Smartphones, Autos oder Kleidung.

 

Es gab einmal eine Zeit, da war Seife noch in einem Stück. Man konnte sie in die Hand nehmen, sich damit waschen und sie wieder hinlegen. Heute wissen viele Kinder nicht mehr, dass es diese Alternative noch immer gibt. Viele glauben, dass Seife flüssig sein muss und dass nur die Seife in der Plastikflasche die "richtige Seife" ist. Lassen sie die Plastikflaschen im Supermarkt stehen und greifen sie wieder zur Seife in der festen Form. Sie ist ebenso gut und verursacht keinen Plastikmüll.

 

Benutzen sie in ihrer Küche Behälter aus Maisstärke zum Aufbewahren ihrer Nahrung, die sind biologisch abbaubar. Ein Schneidbrett aus Bambus ist natürlich besser als eines aus Plastik. Aber es ist auch besser als ein Brett aus Holz. Denn Bambus zählt zu den Gräsern und wächst unglaublich schnell. Für dieses Brett muss kein Baum gefällt werden.

 

Wenn sie noch Produkte aus Plastik in ihrem Haushalt haben, dann werfen sie diese nicht einfach einfach weg, weil sie sich jetzt korrekt verhalten wollen. Warten sie bis sie kaputt gehen und ersetzen sie diese dann durch plastikfreie Produkte. Legen sie sich auf ihrer Einkaufstour keine neuen Plastikgeräte oder Plastikverpackungen in ihren Einkaufskorb.

 

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