© Armin Emde

Energiesparen im Haushalt

Richtig heizen und richtig lüften

 

Schimmelpilz und schwarze Flecken an den Wänden kann man in den meisten Fällen durch richtiges Lüften vermeiden. Natürlich gibt es auch Häuser mit baulichen Mängeln, da kann man den Schimmel nicht einfach weg-lüften, da hilft nur eine Sanierung des Hauses. Wenn sie jedoch in einem normalen Haus ohne bauliche Mängel wohnen, sparen sie mit den folgenden Tipps des deutschen Mieterbundes viel Heizenergie und jede Menge Geld.

 

  1. Auch im Herbst und Frühjahr sollten (bei Anwesenheit) folgende Temperaturen eingehalten werden: Im Wohnzimmer, Kinderzimmer und in der Küche 20°C, im Bad 21°C, nachts im Schlafzimmer 14°C. Als Faustregel gilt: je kühler die Zimmertemperatur, desto öfter muss gelüftet werden.
  2. Die Heizung auch bei Abwesenheit tagsüber nie ganz abstellen. Ständiges Auskühlen und Wiederaufheizen ist teurer als das Halten einer abgesenkten Durchschnittstemperatur.
  3. Innentüren zwischen unterschiedlich beheizten Räumen tags und nachts geschlossen halten.
  4. Nicht vom Wohnzimmer das Schlafzimmer mitheizen. Das "Überschlagenlassen" des nicht geheizten Schlafzimmers führt nur warme, d. h. feuchte Luft ins Schlafzimmer; diese schlägt dort ihre Feuchtigkeit nieder.
  5. Richtig lüften bedeutet: Die Fenster kurzzeitig (5 Minuten reichen oft schon aus) ganz öffnen (Stoßlüften). Kippstellung ist wirkungslos und verschwendet Heizenergie.
  6. Morgens in der Wohnung einen kompletten Luftwechsel durchführen. Am besten Durchzug machen, ansonsten in jedem Zimmer das Fenster weit öffnen.
  7. Die Mindestzeit für die Lüftung hängt von dem Unterschied der Zimmertemperatur zur Außentemperatur und davon ab, wie viel Wind weht.
  8. Selbst bei Windstille und geringem Temperaturunterschied reichen in der Regel 15 Minuten Stoßlüftung aus.
  9. Je kälter es draußen ist, desto kürzer muss gelüftet werden.
  10. Einmal täglich lüften genügt nicht. Vormittags und nachmittags nochmals die Zimmer lüften, in denen sich Personen aufgehalten haben. Abends einen kompletten Luftwechsel inkl. Schlafzimmer vornehmen.
  11. Nicht von einem Zimmer in ein anderes, sondern nach draußen lüften.
  12. Bei innen liegendem Bad ohne Fenster auf dem kürzesten Weg (durch ein anderes Zimmer) lüften. Die anderen Türen geschlossen halten. Besonders nach dem Baden oder Duschen soll sich der Wasserdampf nicht gleichmäßig in der Wohnung verteilen.
  13. Große Mengen Wasserdampf (z. B. durch Kochen) möglichst sofort nach draußen ablüften. Auch hier durch Schließen der Zimmertüren verhindern, dass sich der Dampf in der Wohnung verteilt.
  14. Wenn Wäsche in der Wohnung getrocknet werden muss, weil ein Trockenraum fehlt, dieses Zimmer öfter lüften. Zimmertüre geschlossen halten.
  15. Nach dem Bügeln lüften.
  16. Auch bei Regenwetter lüften. Wenn es nicht gerade zum Fenster hereinregnet, ist die kalte Außenluft trotzdem trockener als die warme Zimmerluft.
  17. Luftbefeuchter sind fast immer überflüssig.
  18. Bei Abwesenheit über Tage ist natürlich auch das Lüften tagsüber nicht möglich, aber auch nicht nötig! Hier reicht es, morgens und abends richtig zu lüften.
  19. Bei neuen, besonders dichten Isolierglasfenstern häufiger lüften als früher. Auch dann spart man im Vergleich zum alten Fenster Heizenergie.
  20. Große Schränke sollten nicht zu dicht an kritische Wände angerückt werden. Aber: Zwei bis vier Zentimeter Abstand müssen reichen.
  21. Wenn Ihr Heizkörper gluckert und sich nur in der oberen Hälfte erwärmt, während die untere Hälfte kalt bleibt, sollte er entlüftet werden.

 

Vorlauftemperatur der Heizung senken

 

Mit der Vorlauftemperatur bezeichnet man die Temperatur des Heizwassers, wenn es aus dem Heizkessel kommt und in die Rohre der Heizung fließt.

Wenn sie in einem eigenen Haus wohnen, sollten sie die Vorlauftemperatur ihrer Heizung kontrollieren. Viele Installateure stellen die Vorlauftemperatur lieber etwas zu hoch ein. Dadurch wird es im Haus niemals kalt und die Heizung in den Zimmern kann bereits auf einer mittleren Stufe betrieben werden. Diese hohe Einstellung kostet den Bewohner des Hauses aber unnötig viel Geld. Auf dem Weg vom warmen Heizungskeller fließt das Heizmittel durch Rohre an denen immer, je nach Dämmung, etwas Energie verloren geht. Je höher die Temperatur des Heizmittels, desto mehr Wärme wird auch an die Umgebung abgegeben. Das führt zu häufigerem Lüften und somit weiterem Energieverlust. 

Stellen sie an ihrer Heizungsanlage im Keller die Vorlauftemperatur etwa um 10°C niedriger ein und drehen sie die Thermostatventile ihrer Heizkörper voll auf. Wenn sie so im kältesten Raum ihres Hauses die gewünschte Temperatur erreichen, ist die Vorlauftemperatur richtig eingestellt. Innerhalb weniger Tage wissen sie genau, ob die Vorlauftemperatur jetzt richtig eingestellt ist oder nicht. Als Faustregel gilt, je größer die Heizungsfläche, desto niedriger die Vorlauftemperatur wie zum Beispiel bei einer Fußbodenheizung. Je nach Größe des Hauses kann die Einsparung mehrere Hundert Euro pro Jahr betragen.

Aufzug
 

Die Benutzung des Aufzuges kostet Strom, die Benutzung der Treppe kostet nichts und ist gut für die Kondition und die eigene Gesundheit.

Beleuchtung


In beleuchteten Räume in denen sich niemand aufhält wird Energie und somit Geld verschwendet. Wer als Letzter einen Raum verlässt sollte stets das Licht ausmachen.

LED-Lampen verbrauchen sehr viel weniger Strom als Glühbirnen und Tageslicht kostet überhaupt keine Energie. Deshalb sollte man so viel Tageslicht wie möglich nutzen und Glühbirnen durch LED-Lampen ersetzen. Diese LED-Lampen enthalten kein giftiges Quecksilber wie die Leuchtstofflampen und sind auch dann vollkommen ungefährlich, wenn sie einmal zerbrechen sollten. 

Stand by

 

Kaufen sie nur solche Elektrogeräte die sich komplett von der Stromversorgung abschalten lassen. Manche Videorecorder verlieren beim Abschalten ihre Programmierung und "vergessen" die gespeicherten Sender. Ähnlich geht es manchem Computer oder Drucker. Diese Geräte sollten Sie im Laden stehen lassen, denn sie kosten 24 Stunden an jedem Tag Strom. Wenn sie geprüft haben, ob ihre Geräte sich abschalten lassen, benutzen sie eine Steckerleiste mit einem Netzschalter.

 

 

Kochen mit dem Schnellkochtopf

Ein Topf ohne Deckel verbraucht beim Kochen etwa ein Drittel mehr Energie als mit Deckel. Ein Schnellkochtopf gart nicht nur mit Hitze, sondern auch mit Druck. Der Schnellkochtopf verbraucht deshalb nur die Hälfte der Energie eines normalen Topfes mit einem Deckel. Im Schnellkochtopf werden die Speisen schonender gegart und enthalten mehr Vitamine als in einem herkömmlichen Topf.

Nicht immer gleich den Herd einschalten

Für eine kleine Menge heißes Wasser ist die Bereitung im Wasserkocher, in der Kaffeemaschine oder im Eierkocher energiesparender als im Kochtopf auf der Herdplatte. Kocht man mit wenig Wasser, wird die Garzeit verkürzt und somit Energie gespart.

Unsinnige elektrische Küchenhelfer

Wer nicht körperlich eingeschränkt ist, braucht keine elektrische Zitronenpresse. Es reicht eine normale Handpresse und wer genug Muckis hat, benötigt noch nicht einmal eine Handpresse, sondern nur eine starke Hand. Genau so unsinnig sind elektrische Dosenöffner, elektrische Brotmesser oder gar elektrische Geschirrtuchhalter. Sie verschwenden nur Energie und somit Geld.

Pullover statt Heizung

Anstatt an kalten Tagen die Heizung auf zu drehen, sollte man sich einfach einen Pullover überziehen. Ist die Raumtemperatur nur ein Grad niedriger, spart man mit dieser einfachen Maßnahme fünf bis sechs Prozent Heizkosten.

Induktionsherd

 

Beim Induktionsherd entfällt das Aufheizen der Kochplatte, die Hitze wird direkt in der Pfanne oder im Topf erzeugt. Deshalb verbraucht der Induktionsherd nahezu ein Viertel weniger Energie und Zeit. Das Aufkochen geht vier Mal schneller als beim herkömmlichen Elektroherd. Außerdem wird weniger Abwärme erzeugt, die Abluftventilatoren müssen weniger arbeiten und sparen Energie. Weil das Induktionsfeld immer nur so heiß wird wie der Boden des Topfes, brennt fast nie etwas ein, wenn ihnen einmal etwas überkocht. Zudem lässt sich das Induktionsfeld sehr viel besser reinigen als jeder andere Herd.

Tiefkühlkost

Tiefkühlkost sollte einen Tag vor dem Gebrauch aus dem Gefrierfach genommen und im obersten Fach des Kühlschranks aufgetaut werden. Die Kälte wird dann an den Kühlschrank abgegeben, der muss weniger arbeiten und verbraucht weniger Strom. Beim Auftauen in der Mikrowelle, im Topf auf dem Herd oder im Backofen wird unnötig Energie verschwendet.

Gefrierschrank abtauen
 

Tauen sie ihren Gefrierschrank regelmäßig ab. Wenn sich erst eine Eiskruste gebildet hat, verbraucht ihr Gerät deutlich mehr Strom als nötig. Warten sie damit nicht, bis sich die Tür nicht mehr schließen lässt.

 

Urlaub

 

Bevor sie in den Urlaub fahren nehmen sie alle Elektrogeräte vom Stromnetz. Machen sie einen Rundgang durch ihre Wohnung und schalten sie ihren Fernseher, Kühlschrank, Videorecorder, Kaffeemaschine, Antennen-Receiver, Radiowecker und Wasserboiler aus. Lassen sie beim Kühlschrank und beim Gefrierschrank die Tür offen stehen. Das verhindert Schimmelbildung und schlechte Gerüche.

 

 

Duschen

Es ist sehr entspannend in einer gefüllten Badewanne mit heißem Wasser zu liegen. Allerdings wird man in der Wanne auch nicht sauberer als unter der sparsamen Dusche. Versieht man seine Dusche zusätzlich mit einem Sparduschkopf, benötigt man sehr viel weniger Wasser und Energie als in der Badewanne.

Nach dem Baden

 

Im Winter sollten sie nach dem Baden das warme Wasser nicht gleich abfließen lassen, sondern damit warten bis es abgekühlt ist. So gewinnen sie die Wärme zurück und sparen etwas Heizenergie. Warum sollte das warme Wasser einfach in die Kanalisation fließen?

 

 

Geschirrspüler

 

Wer einen Geschirrspüler besitzt, sollte das Geschirr nicht von Hand vorspülen und das Gerät immer nur ganz vollgepackt benutzen. Bei einer halb beladenen Maschine bleibt der Strom- und Wasserverbrauch zur voll beladenen Maschine gleich. Das Programm sollte nach dem Verschmutzungsgrad gewählt werden. In der Regel tut es der Ökowaschgang auch. 

 

Wer allerdings ganz allein in einem Haushalt lebt, sollte sich gut überlegen ob er sich überhaupt eine Geschirrspülmaschine anschafft. Lebt man allein, kann es Wochen dauern bis die Maschine voll ist. Bis dahin sind die Essensreste auf den Tellern getrocknet und so hart wie Beton. Da hilft dann nur noch der Waschgang mit der höchsten Temperatur. Deshalb ist es schlauer auf die Maschine zu verzichten und das wenige Geschirr gleich mit der Hand zu spülen.

Waschmaschine

 

Der Stromverbrauch einer Waschmaschine hängt von dem gewählten Programm und der Temperatur ab. Das Sparprogramm ½ bedeutet nicht dass man nur die Hälfte der Energie benötigt, es bedeutet dass man die halbe Wäschemenge in die Trommel getan hat. Die Maschine benutzt dafür nur etwas weniger Wasser. Es kommt daher keine Stromeinsparung zustande. Verwendet man zweimal das Sparprogramm ½ verbraucht die Maschine mehr Strom und Wasser als einmal im Standardprogramm! Die Waschmaschine sollte daher immer voll beladen, auf Vorwäsche verzichtet und Handtücher und Bettwäsche statt 90°C mit 60°C gewaschen werden - für den Rest reicht in der Regel 40°C. Die Vorwäsche ist nur bei stark verschmutzter Wäsche notwendig. Auch mit dem Waschpulver sollte man sparsam sein. Oft sind die Angaben der Hersteller zu hoch.

Wäschetrockner

 

Wäschetrockner benötigen die doppelte Energiemenge einer Waschmaschine bei gleicher Wäschemenge! Deshalb sollte man sich gut überlegen, ob man so ein Gerät wirklich braucht. Ein Ablufttrockner ist dem Kondenstrockner vorzuziehen, da er etwas weniger Energie verbraucht. Vor dem Trocknen in der Maschine, sollte die Wäsche gut geschleudert werden. Wenn möglich 1200 U/min, mindestens aber 1000 U/min. Die Trommel sollte immer ganz voll gemacht, und der richtige Trocknungsgrad gewählt werden. Das Flusensieb ist nach jedem Trockengang zu reinigen, da sich die Trocknungszeiten sonst verlängern. Wenn möglich sollte man jedoch ganz auf diese Energieschleuder verzichten und die Wäsche im Trockenraum oder an der frischen Luft trocknen.

Laptop gegen PC

 

Ein Computer ist ein wahrer Stromfresser, besonders der Monitor. Wenn sie ohnehin ein neues Gerät kaufen wollen, macht sich der Kauf eines energieeffizienten Geräts schnell bezahlt. Verzichten sie auf einen Bildschirmschoner und stellen sie stattdessen ihren Monitor so ein, dass er sich nach zehn Minuten abschaltet wenn sie das Gerät nicht nutzen. Bei Arbeitspausen über 30 Minuten sollte der Computer ganz heruntergefahren werden. Laptops verbrauchen gegenüber PCs mit Bildschirm rund 70 Prozent weniger Strom bei vergleichbarer Ausstattung und Leistung – und sie sind wesentlich platzsparender, leichter, flexibler und oft auch leiser.

Wärmedämmung

Als Hausbesitzer spart man viel Heizenergie, wenn man auf die Wände eine Dämmung aufbringt. Werden zusätzlich einfach verglaste Fenster durch Wärmeschutzverglasung ersetzt, ist die Energieersparnis noch weit größer. Prüfen sie ein einem windigen Tag mit einer Kerzenflamme, ob ihre Fenster und Türen dicht sind. Führen sie dafür die Kerze einmal an den Rahmen entlang und beobachten sie die Flamme. Wenn sie dabei Fugen entdecken, dichten sie diese elastisch ab. 

Kellerfenster mit Luftpolsterfolie dämmen

 

Kellerfenster und natürlich auch für alle Fenster die nicht genutzt werden sollten auf der Innenseite mit Luftpolsterfolie isoliert werden. Nehmen sie wenn möglich die mit den großen Luftpolstern, weil die noch besser isolieren als die Kleinen. Zum Befestigen kann man ganz normalen Klebstoff nehmen. Intelligenter ist natürlich ein Klettverschluss oder mehrere Handtuchhalter mit Vakuum Effekt. 

 

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