Vogelfutter

Viele Erwachsene und besonders viele Kinder wissen nicht, welche Vögel in ihrer direkten Umgebung leben. Ein Futterhäuschen auf ihrem Balkon kann da Abhilfe schaffen. Zeigen sie ihren Kindern die überraschende Vielfalt unserer heimischen Vogelarten. Sogar in dicht besiedelten, großen Städten leben viele Vögel. Nach einer kurzen Eingewöhnung werden sie sich täglich ihre Körner holen und ihr Leben bereichern. Schauen sie sich in diesem und in diesem Video an, welche Besucher sich auch an ihrem Futterhäuschen einfinden könnten. 

 

Achten Sie darauf, dass ihr Vogelfutter nicht nass werden kann, nicht schimmelt und im Winter nicht gefriert. Für Körnerfresser wie Finken und Spatzen eigenen sich beispielsweise Sonnenblumenkörner oder Erdnüsse. Den Amseln oder Meisen können sie Apfelstücke oder Rosinen anbieten. Meisenknödel aus dem Supermarkt sind ebenfalls gut geeignet.

 

Meisenknödel oder Futterglocken lassen sich aber auch ganz leicht selbst herstellen. 
Erhitzen sie dafür 250 g Kokosfett in einem Topf. So bald das Fett rührfähig ist, mischen sie ca. 150 g Haferflocken, eine handvoll gehackte Nüsse, etwas Weizenschrot, Sonnenblumenkerne und gehackte Rosinen darunter. Diese Zutatenliste ist natürlich nicht in Stein gemeißelt.
Etwas von der Körnermischung stellen sie zur Seite, sie wird noch gebraucht. 
Wenn das Fett fest zu werden beginnt, formen sie mit angefeuchteten Händen Kugeln aus der Masse und ziehen eine Schnur durch die Mitte. 
Legen sie die restliche Körnermischung auf ein Blatt Papier und wälzen sie die Kugeln darin. 
An der eingezogenen Schnur können sie ihre selbstgemachten Meisenknödel auf dem Balkon oder im Garten aufhängen. Alternativ dazu können sie die Futtermischung auch in einen kleinen Blumentopf füllen. So haben sie eine Futterglocke. Kurz bevor das Fett ganz fest wird stecken sie ein paar Zweige in die Futterglocke. Dann können sich die Meisen daran festhalten.

 

Alle Küchenabfälle und Speisereste von unserem Teller sind absolut tabu. Sie können unseren Vögeln sogar gefährlich werden. Brot quillt im Vogelmagen auf und exotische Gewürze können genau wie Salz zum Tod führen.

 

Aus Britischen Forschungen geht hervor, dass man Vögel unbesorgt das ganze Jahr lang füttern kann. Es schadet den Tieren nicht, so lange das Futter artgerecht ist. In großen Städten gibt es heute nur noch wenige einheimische Wildblumen, Sträucher und Hecken, die Insekten anziehen und so die Vögel ernähren. In den Parks und Gärten wurden unsere heimischen Pflanzen vielerorts durch Exoten ersetzt. Diese Pflanzen sind oftmals vollkommen nutzlos, weil sie unsere Insekten nicht ernähren können. Ohne Insekten finden die Vögel weniger zu fressen. Als wäre es nicht genug, diese nutzlosen Pflanzen aus fernen Ländern bei uns an zu pflanzen, werden Wildpflanzen wie Disteln und Brennnesseln mit Herbiziden vernichtet, weil sie nicht in die vom Menschen angelegte Landschaft passen.

 

Deshalb sollte man die Vögel unbesorgt das ganze Jahr hindurch füttern. Sogar in der Brutzeit können sie bedenkenlos Erdnüsse an ihre Meisen verfüttern. Noch vor wenigen Jahren behaupteten einige besorgte Tierfreunde, dass die Meiseneltern ihren Kleinen die Erdnüsse in den Schnabel stopfen und dann hilflos zu schauen, wie die Kleinen daran ersticken. Doch das ist absolut falsch! Erwachsene Meisen fressen die kalorienreichen Erdnüsse selbst. Ihren Kücken geben sie nur weiche Raupen, Würmer und Insekten. Wenn diese zu groß sind, zerkleinern sie die Nahrung, wie es sich für treu sorgende Eltern gehört. Schauen sie sich in diesem Video das Familienleben der Meisen an.


Hier gibt es einen Link zu einem Video. Jeder kann sich so eine Futterflasche selbst bauen. Die Glasflasche und schützt das Vogelfutter bei Regen. Es läuft immer nur die Menge Körner aus, welche die Vögel auf gefressen haben. So wird nur wenig Futter verschwendet. Weil der Futterplatz nur klein ist, kann die Nahrung kaum durch Vogelkot verunreinigt werden. Trotzdem h
alten sie den Futterplatz immer sehr sauber. Leicht können sich sonst Krankheiten über die mit Vogelkot vermischte Nahrung verbreiten.

 

 

Sichern sie ihr Futterhäuschen!

Achten sie bei der Aufstellung ihres Futterhäuschens darauf, dass Katzen und andere Beutegreifer die Vögel nicht erreichen können. Unter einer dichten Baumkrone fühlen sich Singvögel vor Greifvögeln sicherer als unter freiem Himmel. Stellen sie ihr Futterhäuschen so auf, dass ihre gefiederten Besucher nicht in Gefahr geraten.

 

Wer hätte das gedacht? Hauskatzen sind für unsere Singvögel deutlich gefährlicher als Wildkatzen. Vergleicht man die Population der Wildkatze und ihren Jagderfolg mit dem der Hauskatze, dann stellt man sehr schnell fest, dass die beiden Arten nicht mit den gleichen Waffen kämpfen. Eine Wildkatze benötigt ein riesiges Revier im Wald um satt zu werden.

Auf der gleichen Fläche finden jedoch 60 Hauskatzen ihr Auskommen in der Nähe des Menschen. Während der Bestand der Wildkatze im Winter durch Kälte und Hunger reguliert wird, sucht sich die Hauskatze einfach ein warmes Plätzchen im Haus ihres Halters wenn es ihr zu kalt ist. Wenn sie auf ihrem Streifzug einmal keine Beute gemacht hat, leert sie einfach ihre Futterschale. Eine gut versorgte Hauskatze muss sich keine Sorgen machen, wenn sie einmal krank oder verletzt ist. Ihr Halter wird sie zum Tierarzt bringen und sich um ihr Wohlergehen kümmern, während die Wildkatze niemals einen Tierarzt sehen wird. Deshalb sind Hauskatzen meistens in bester Verfassung, wenn sie Jagd auf Singvögel machen. Wir können ihnen den Jagdtrieb nicht nehmen, er steckt viel zu tief in ihrem Wesen. Aber wir können unsere Singvögel schützen wenn wir unseren Lieblingen ein Glöckchen um den Hals hängen.

 

Britische Verhaltensforscher von der Universität in Glasgow haben festgestellt dass Hauskatzen im Durchschnitt mehrmals in der Woche einen Singvogel oder eine Maus erbeuten. Mit Glöckchen ausgestattete Katzen brachten nur noch alle zwei Wochen eine tote Maus oder einen toten Vogel nach Hause. Zudem sind die Glöckchen für die Katzen völlig unproblematisch. Es stört die Tiere nicht und sie gewöhnen sich sehr schnell daran. Katzenfreunde sollten mit dem Glöckchen anderen Menschen zeigen, dass sie das Problem erkannt haben und etwas für die Singvögel tun.

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