Wildkraut – Unkraut – Heilkraut

Ich möchte hier ein kleines Plädoyer für die Distel, Brennnessel, Wildblume und andere "Unkräuter" halten. Reißen sie die wilden Pflanzen nicht immer gleich aus der Erde, wenn sie diese in ihrem Vorgarten oder in ihrem heiligen Rasen entdecken. Es gibt so wenig Natur in unserer ausgeräumten Landschaft. Lassen sie die Pflanzen stehen und den Insekten einen Stützpunkt zum Auftanken. Denken sie einmal über das Wort "Unkraut" nach. Was ist eigentlich ein Unkraut? Ist das so etwas Ähnliches wie ein Untier? Ein pflanzliches Monster? Eine kriminelle Pflanze? Oder hat es sich das Unkraut einfach nur verirrt und wächst jetzt zwischen unseren Kulturpflanzen? Schauen sie einmal genau hin, wenn sie Unkräuter – oder besser Wildkräuter entdecken. Oft sind sie genau so schön und genau so interessant wie jede Nutzpflanze. Brennnesseln werden im Winter gern von Vögeln wie Meise, Dompfaff und Spatz besucht. Sie sitzen dann an den kahlen Stängeln und fressen die Samenrispen. Die wilden Pflanzen ziehen Insekten in unglaublichen Mengen an. Da kann kaum eine Gartenblume mithalten. Disteln sind mit ihrem nahrhaften Blütennektar für Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und Käfer wahre Kraftspender. Wildkräuter bringen Vielfalt in unser Leben und verfügen oft ungeahnte Kräfte. Manche heilen Krankheiten, einige sind giftig, wieder andere schmecken uns einfach nur traumhaft. Wenn sie die Wildkräuter als Medizin oder zum Essen nutzen, achten sie immer darauf, dass sie nie die ganze Pflanze verwenden, dass sie sich wieder erholen kann und nicht von ihrem Standort verschwindet.
 

Acker-Schachtelhalm wird zur Durchspülung bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der Nieren und Harnwege verwendet. Er wirkt blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend und eignet sich auch zur Behandlung von chronischem Husten. Sammeln sie die sattgrünen und jungen Frühjahrs- und Sommertriebe der Pflanze von Mai bis August. Ernten sie nur die oberen zwei Drittel der Pflanze. Diese werden luftgetrocknet, zerschnitten und ergeben einen Tee. Sammeln sie diese Pflanze nur an trockenen Standorten. An feuchten Standorten besteht Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Sumpf-Schachtelhalm.

 

Beinwell findet man an Ufern, auf feuchten Wiesen, in Gräben, in Auwäldern oder auf Schuttplätzen.

Sie können die Pflanze von Frühling bis Herbst nutzen. Für medizinische Zwecke gräbt man auch die Wurzelstöcke aus, um sie zu trocknen.

Beinwell enthält Allantoin, Gerbstoffe, Asparagin, Alkaloide, ätherische Öle, Flavonoide, Harz und Kieselsäure, Pyrrolizidinalkaloide.

Bereits im Mittelalter wurde Beinwell zur Heilung von Knochenbrüchen, Wunden und Geschwüren eingesetzt. Das enthaltene Allantoin löst Wundsekrete und Eiter auf. Hier ein kleines Video vom Beinwell.

 

Birken - In Deutschland weiß kaum jemand, dass die Birke zu den Heilpflanzen gehört. In Finnland schwören die Menschen auf ihre Birke und lassen nichts auf sie kommen.

Man findet sie sowohl auf trockenen wie nassen Böden, in Heidegebieten, auf Dünen wie im Moor.

Die Blätter sammelt man so lange sie grün sind, von Frühling bis Herbst. Zu den Inhaltsstoffen der Blätter zählen Flavonoide, Saponine, Gerbstoffe, ätherische Öle und Vitamin C. Die Rinde enthält Phytosterine, Terpene, Betulin, Betulinsäure und Lupeol.

Ein Tee aus Birkenblättern hilft gegen Blasenentzündung, Nierenschwäche, Nierensteine, gegen Rheuma und Gicht. Er hilft auch bei Hautproblemen, Husten, Kopfschuppen, Durchfall und Frühjahrsmüdigkeit. Der Tee ist blutreinigend und harntreibend. In der Küche verwendet man die Blätter für Salat, Soßen und Suppen.

 

Birkensaft kann man ohne Bedenken trinken. Er hilft gegen Rheuma, Gicht und andere Stoffwechselerkrankungen, Gallenbeschwerden, Blasen- und Nierenleiden, bei Vitamin-C Mangel, Blutarmut und Hautunreinheiten.

 

Brennnesseln findet sie überall, in Gärten, an Zäunen, auf Geröll- und Schutthalden, an Wegen und Straßen. Am besten schmecken die zarten oberen Blätter und die Spitzen. Sie lassen sich zu Spinat, Suppen, Tee, Tinkturen oder Salat verarbeiten.

Die beste Erntezeit ist von März bis Mai, man kann sie aber bis spät in den Herbst hinein verwenden.

Doch seien sie Vorsichtig! Diese Pflanze hat es in sich! Vor dem Einsatz in der Küche sollten sie die Blätter kurz mit heißem Wasser abbrühen oder sie legen sie für etwa 10 min in kaltes Wasser.

Ihre winzigen Brennhaare sehen unter dem Mikroskop aus, als wären sie aus Glas. Sie durchdringen die Haut bei Berührung, brechen ab und sogleich fließen Ameisensäure, Histamin, Serotonin, Acetylcholin und eine Substanz, die brennende Schmerzen verursacht, in die Wunde. Genau aus diesem Grund wird die Pflanze auch als Heilpflanze bei Magen- Darmkatarrh, Diabetes, inneren Blutungen, Gicht, Rheuma und Wassersucht verwendet.

 

Breitwegerich ist ein Verwandter des Spitzwegerichs. Vor einer langen Wanderung stecken sie 1 bis 2 seiner derben dunkelgrünen Blätter einfach in ihre Socken. Die Breitwegerichblätter schützen ihre Füße vor Blasenbildung. Haben sie sich bereits eine Blase gelaufen, dann helfen die Blätter bei der Wundheilung und lindern den Schmerz. 

Auch bei Schnitt- und Kratzwunden kann man zerdrückte Blätter des Breitwegerichs auflegen und so die Heilung beschleunigen. Als Tee aufgebrüht wirkt Breitwegerich gegen Husten und Halsschmerzen. Man setzt ihn auch bei Verdauungsproblemen ein.

 

Gänsefingerkraut hilft als Tee gegen Durchfall und hat eine krampflösende und schmerzlindernde Wirkung. Es hilft gegen Durchfall und bei Menstruationsbeschwerden. Verwendet man den erkalteten Tee zum Gurgeln, hilft er gegen Halsschmerzen und Zahnfleischentzündungen. Gänsefingerkraut wirkt antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend und krampflösend. Es hilft gegen Asthma, Keuchhusten, Durchfall, Magen- und Darmschleimhautentzündungen, Magenkrämpfe, Darmkrämpfe und sogar bei Koliken von Säuglingen. Man setzt ihn ein gegen Hämorrhoiden, Angina pectoris, Epilepsie und Krämpfe. Zur Wundheilung von entzündeten Wunden,

gegen Pickel, Furunkel und gegen Sonnenbrand. 

 

Spitzwegerich eignet sich ein hervorragend zur Herstellung eines Hustensirup. Sammeln sie einen Korb voll Spitzwegerich, entsaften sie ihn in einer Zentrifuge und kochen sie den Saft kurz auf. Dann geben sie die gleiche Menge Honig dazu. Der Honig wirkt antibakteriell und verhindert dass der Sirup schlecht wird. Füllen sie ihn aber trotzdem in dunkle Flaschen oder bewahren ihn im dunklen Schank kühl und trocken auf. Die Tagesdosis beträgt 3 x 1 Esslöffel Sirup. Lassen sie den Sirup langsam im Mund zergehen und schlucken sie immer nur den flüssigen Teil herunter, bis sie nichts mehr im Mund haben.

Frauenmantel findet man in lichten Wäldern, auf Wiesen und am Wegesrand oft in großen Kolonien.

Die beste Zeit zum Sammeln sind Frühling und Sommer.

Frauenmantel hat viele wertvolle Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Gerbstoffe, Bitterstoffe, Phytosterin, Glykoside, Saponine und Tannine.

Als Heilpflanze kann die ganze Pflanze verwenden.

Brüht man sich einen Tee aus dem Frauenmantel, lindert er starke Schmerzen. Außerdem wird die Pflanze bei Schnupfen, Erkältung, Fieber, Asthma, Halsentzündung,  Zahnfleischentzündung, Appetitlosigkeit, Blähungen und Herzschwäche eingesetzt.

In der Küche verwendet man Frauenmantel in verschiedenen Salaten. Er hat einen außergewöhnlichen Geschmack und gibt Gerichten wie Eintopf oder Spinat eine unverwechselbare Note.

Gänseblümchen wachsen überall im Rasen, auf Wiesen und am Wegesrand. Sammeln kann man die Pflanze von Februar bis November.

Die Blüten sind reich an Vitamin C. Sie enthalten Saponine, ätherische Öle, Bitterstoffe und Gerbstoffe.

In der Heilkunde ist die blutreinigende Wirkung des Gänseblümchens bekannt. Die Pflanze wird als Heilmittel bei Hauterkrankungen, Leberleiden und als Rheumamittel eingesetzt. Gänseblümchen schmecken zu Salat ebenso wie zu Gemüse. Legt man die Knospen der Pflanze in Essig ein, schmecken sie ähnlich wie Kapern. 

Giersch wächst und wuchert überall. Man findet die Pflanze im Garten auf Wiesen, am Wegesrand und am Waldrand.

Sammeln kann man sie über das ganze Jahr. Besonders gut schmecken die jungen hellen Triebe.

Giersch ist sehr reich an verschiedenen Vitaminen, Proteinen, Mineralstoffen und ätherischen Ölen.

In der traditionellen Medizin wird Giersch bei Gicht eingesetzt.

Ebenso findet das Kraut Verwendung in der Küche. Man nutzt es für Salat oder als Gemüse. Es riecht ein wenig wie Spinat und erinnert im Geschmack an Petersilie.

Gundermann wächst in Gärten, auf Wiesen und Weiden, aber auch in feuchten Laubwäldern und an den Ufern von Seen und Flüssen. In unseren Breiten wächst die Pflanze bis auf eine Höhe von 1600 Meter.

Sammeln kann man das Kraut von März bis in den November.

Zu den Inhaltsstoffen zählen ätherische Öle, Gerbstoffe und Bitterstoffe. Die Pflanze wird von der Blüte bis zur Wurzel, als Ganzes verwendet. Ihre medizinische Wirkung ist vielseitig. Sie wirkt hemmend bei Entzündungen, regt Blase und Nieren an, fördert den Stoffwechsel und löst den Schleim. Sie wird eingesetzt bei schlecht heilenden Wunden, chronischem Schnupfen, chronischem Husten und in der Rekonvaleszenz.

In der Küche eignen sich die frischen Blätter des Gundermann sehr gut als Würze für Salate, als Suppeneinlage und zu Kartoffeln. Fein gehackt kann man Gundermann wie Petersilie verwenden. 

Holunder findet man eigentlich überall in öffentlichen Gärten, Parks, Wäldern und Hecken.

Die Sammelzeit für die Beeren reicht von Juli bis August. Sie enthalten Glycoside, ätherische Öle, Flavonoide, Cholin, Gerbstoffe, Gerbsäure und viel Vitamin C.

Als Heilpflanze ist der Holunder schon lange bekannt. Er hilft gegen Abszesse, Akne, Angina pectoris, Arteriosklerose, Arthritis, Asthma, Atemwegserkrankungen, Augenentzündung, Bindehautentzündung, Blähungen, Blasenentzündung, Bronchitis, Diabetes, Ekzeme, Erkältung, Erschöpfung, Erysipel, Falten, Fieber, Furunkel, Gelenkentzündung, Geschwollene Füße, Gicht, Grippe, Gürtelrose, Hämorrhoiden, Halsschmerzen, Harndrang, Hautentzündungen, Hautpflege, Heiserkeit, Herpes, Heuschnupfen, Husten, Insektenstiche, Ischias, Juckreiz, Kehlkopfentzündung, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Kreislaufschwäche, Luftröhrenkatarrh, Magen-Darm-Entzündung, Neuralgien, Ödeme, Ohrenschmerzen, Rheuma, Schlafstörungen und Schmerzen. Außerdem stärkt Holunder die körpereigenen Abwehrkräfte.

In der Küche werden nicht nur die Beeren, sondern auch die Blütendolden verwendet. Aus den Blüten kann man auch Sekt herstellen. Die Früchte verarbeitet man zu Sirup, Mus, Saft, Kompott, Marmelade und Suppe. Es lässt sich aber auch Wein, Schnaps und Likör daraus herstellen.

Huflattich findet man auf lehmigen Böden, häufig auf Ödland, in der Nähe von Ziegeleien, auf Schuttplätzen, an Böschungen und Bahndämmen, aber auch an Wald- und Feldwegen.

Gesammelt wird die Pflanze von März bis Juli. Die Blätter enthalten Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoff, Gerbsäure, Hyperin, Insulin, Mineralstoffe, Pyrrolizidinalkaloide, Salpeter, Saponine, Tannine, Taraxasterol, Violaxanthin und Zink.

Anwendung als Heilpflanze findet der Huflattich seit dem Mittelalter bei Bronchial- und Lungenleiden. Er wirkt Husten lindernd und hilft bei Verschleimung der Lunge. Verwendet werden dazu die getrockneten Blüten und Blätter als Tee. Huflattich lindert auch Raucherhusten. In großen Mengen kann der Tee die Leber schädigen. Eine Tasse Tee wird als geeignete Dosierung empfohlen.

In der Küche nutzt man den Huflattich als Gemüse. Man kann die Blätter wie Spinat verwenden.

Kamille ist eine der bekanntesten und beliebtesten Heilpflanzen in Deutschland. Man findet sie am Rand von Getreidefeldern, an Wegen, Schuttplätzen und auf Brachland. Die beste Sammelzeit ist zwischen Mai und August. Es sollten nur vollkommen geöffnete Blüten verwendet werden.

Zu den Inhaltsstoffen zählen Ätherische Öle, Azulen, Chamazulen, Apiin, Bitterstoffe, Flavone, Gerbstoff, Gerbsäure, Harz, Cumarin, Borneol, Werg, Farnesol, Herniarin, Hyperosid, Oleanolsäure, Salicylate, Salizylsäure, Schwefel, Thujon und Umbelliferon.

Die Liste der Anwendungen als Heilpflanze ist schier endlos. Sie wird verwendet bei Allergien, Asthma, Blähungen, Blasenentzündung, Darmkoliken, Darmschleimhautentzündung, Durchfall, Ekzeme, Erysipel, Fieber, Furunkel, Gicht, Grippe, Geschwüre, Gürtelrose, Hämorrhoiden, Halsentzündung, Hexenschuss, Hautunreinheiten, Husten, Infizierte Wunden, Ischias, Juckreiz, Kopfschmerzen, Lymphknoten-Schwellungen, Magengeschwür, Magenkrämpfe, Magenschleimhautentzündung, Mandelentzündung, Menstruationsbeschwerden, Mundgeruch, Mundschleimhautentzündung, Nebenhöhlenentzündung, Nervenschmerzen, Nervosität, Neuralgien, Reizdarm, Reizmagen, Rheuma, Schnupfen, Schlaflosigkeit, Sodbrennen, Stress, Unterleibserkrankungen, Verstopfung und Zahnfleischentzündungen. 

Auch in der Küche werden Kamillenblüten vielseitig verwendet. Man kann sie roh essen oder als Tee aufbrühen. Sie eignen sich besonders gut für Süßspeisen und man kann Sirup daraus herstellen.

Linden findet man in Laubwäldern, in Parks und an Alleen. Ab Juli sammelt man die Blüten. Man sollte sie innerhalb von vier Tagen, nachdem sie sich geöffnet haben, pflücken. Innerhalb dieser vier Tage ist das Aroma am stärksten.

Lindenblüten enthalten ätherische Öle, Farnesol, Flavonglykoside, Flavonoide, Gerbstoff, Gerbsäure und Saponine.

Lindenblütentee wird angewendet bei fiebrigen Erkältungskrankheiten und Bronchitis. Wegen ihrer milden Wirkung sind sie auch zur Behandlung von Kindern geeignet. 

Frische Lindenblüten eignen sich hervorragend für Salat. 

Löwenzahn findet man überall auf Wiesen, in Gärten, an Waldrändern, auf Feldern, an Bahndämmen, an Böschungen und sogar in Mauerritzen.

Sammeln kann man die Pflanze von April bis November. Allerdings wird das Aroma im Laufe des Jahres immer bitterer.

Löwenzahn enthält Bitterstoffe, Vitamine, Mineralstoffe, Cholin und Inulin.

Als Heilpflanze wird Löwenzahn eingesetzt bei Nieren- und Leberleiden. Er hilft bei erhöhtem Harnsäurespiegel und Gicht. Dafür wird die ganze Pflanze als Tee aufgebrüht. Löwenzahn enthält viel Provitamin A, Vitamin B und C sowie Mineralsalze und Bitterstoffe.

In der Küche verwendet man Löwenzahn als Salat, als Blatt- oder Wurzelgemüse. Die Blüten nimmt man für alles Süße und Hochprozentige. 

Sauerampfer wächst im Allgemeinen auf feuchten Wiesen oder an Waldrändern.

Nur im Frühjahr erntet man die zarten Blätter, denn im Sommer werden sie leicht bitter.

Sauerampfer enthält Vitamin C, Oxalsäure, Kaliumbioxalat, Eisen, Flavonglykoside, Gerbstoff, Gerbsäure und Hyperosid.

Als Heilpflanze wirkt Sauerampfer blutreinigend und entschlackend. Als Tee wird Sauerampfer zur Blutreinigung empfohlen. Ein Tee aus der getrockneten Wurzel der Pflanze wirkt harntreibend.

In der Küche eignet sich die Pflanze für Salate, Suppen und Gemüse. Einer Rahmsauce gibt Sauerampfer, fein gehackt oder püriert, eine kräftige grüne Farbe. Sauerampfer passt sehr gut zu Fleisch und Fisch. 

Sauerklee findet man auf Lichtungen im Wald und an schattigen, feuchten Plätzen.

Von April bis September werden die frischen Blättchen und Blüten gesammelt. Man nutzt sie als Tee. Die Pflanze enthält viel Oxalsäure, die ihr einen säuerlichen Geschmack verleiht. Außerdem enthält sie Rhizomen Derivate des Anthrachinon, in den Samen Fette Öle und Kleesalz. Als Heilpflanze wirkt sie blutreinigend, harntreibend, sie lindert Sodbrennen und Hautausschläge. Sauerkleeblüten werden nur frisch als Tee verwendet. Sie können nicht getrocknet werden, weil sie dann ihre Wirkung verlieren.

In der Küche wird Sauerklee zu Salaten als auch als eigenständiges Gemüse genutzt.

Schafgarbe findet man auf Weiden und Wiesen, auf Rasen, an Wegrändern und an Feldwegen.

Ab Mai kann man die zarten Blättchen sammeln. Ab Oktober nimmt man dann die ganze Pflanze und trocknet sie für den Tee.

Schafgarbe enthält Ätherische Öle, Azulen, Eukalyptol, Gerbstoffe, Flavone, Bitterstoffe, und antibiotische Substanzen.

Als Heilpflanze wirkt Schafgarbe gegen Frauenleiden, Magen- Darmerkrankungen und Migräne. Die enthaltenen Öle wirken schleimlösend.

Von Mai bis September verwendet man die zarten Blättchen als Beigabe für den Salat. Sie schmecken sehr aromatisch und erinnern ein wenig an Möhrenkraut. Aber man kann sie auch als leichte Würze für Suppen, Eintöpfe und für Kräuterquarkspeisen verwenden.

Taubnessel findet man an Mauern, in Geröllhalden und an Waldrändern.

Sammeln kann man die Pflanze von Mai bis Juli. Sie enthält Gerbstoffe, Cholin, Saponine und in geringen Mengen ätherische Öle.

Als Heilpflanze wird die Taubnessel angewandt bei Erkrankungen der Atemwege. Sie wirkt schleimlösend, wird aber auch gegen Blähungen eingesetzt. Die abgekochte Pflanze wird mit Umschlägen bei Schwellungen, Beulen, Krampfadern und Gicht verwendet. Die Pflanze wirkt schwach harntreibend und entzündungshemmend. Oft wird sie gegen Entzündungen an der Mundschleimhaut verwendet. In der Küche wird die Taubnessel gerne als Gemüse genutzt. Man kann sie als Salat, mit Honig oder aufgebrüht als Tee genießen.

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